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(19)10 Fragen an Björn
Pahrmann aus Hamburg 1. Was bedeutet der FC St. Pauli für Dich? Der
FC St. Pauli war der Grund, warum ich nach Hamburg gezogen bin. Das sagt
wohl alles. 2. Was war Dein erstes Fußballspiel,
das Du im Stadion gesehen hast, und welches Dein erstes St. Pauli-Spiel?
Es war in der Saison 76/77. Am 01. April 1977, um genau zu sein. Der
HSV spielte gegen den FC Bayern München. Das Endergebnis lautete
5:0 für den HSV. Tja, nach dem Spiel war ich für 12 Jahre HSV-Fan.
Mein erstes St. Pauli-Spiel war 1989 ein Spiel der St. Pauli-Knights gegen
irgend einen anderen Baseball-Klub. Das erste St. Pauli-Fußballspiel
war glaube ich in der Saison 1991/92. Das war das Jahr, als die Liga in
Auf-und Abstiegsrunde unterteilt wurde. Ich saß an dem Tag in Bremen,
als ein ehemaliger Mitschüler, der in Hamburg studierte, mich anrief
und fragte, ob ich mal ein Spiel bei St. Pauli sehen wollte. Nunja, eigentlich
ist er Schuld, dass ich bei diesem Verein gelandet bin. Also zurück
zum Spiel: St. Pauli musste in der Aufstiegsrunde gegen Hertha BSC antreten.
Das Spiel war glaube ich ein ziemlicher Grottenkick, aber ein gewisser
Mario Basler spielte bei Hertha und schoß aus 30 Metern einen Freistoß
in den Winkel. Das genaue Endergebnis weiss ich nicht mehr. Ich glaube
1:1, oder so. Ich kann mich aber daran erinnern, dass mich ein Sänger
einer schleimigen Punkband dazu überreden wollte, einigen Hertha-Hools
körperliche Verweise zu erteilen. Irgendwie hat mich nach dem Spiel
der Club nicht mehr losgelassen. 3. Wo stehst Du am Millerntor?
Gegengerade 4. Was war Dein schönstes Erlebnis mit dem FC?
Die Auswärtsfahrt nach Kaiserslautern im Pokal. Eine Sternfahrt
aus der ganzen Republik in das pfälzer Nest. Die Leistung der Mannschaft
und die Feiern davor und danach waren schon grandios. Irgendwann am späteren
Abend traf ich auch noch den Präsidenten von Kaiserslautern (Thines),
der sich so darüber freute, dass ich ihn erkannt habe, dass er mich
den ganzen Abend frei hielt. 5. Und Dein schlimmstes? Die Auswärtsfahrt
zu Hansa Rostock nach dem Aufstieg 1995 war mein übelstes Erlebnis.
Ein Pflasterstein an meinem Kopf sorgte für eine Narbe und eine lang
anhaltende Erinnerung. 6. Hast Du einen Lieblingsspieler? Truller und
Horst Haecks. Letzteren hab ich zwar nie bei einem Spiel gesehen, aber
nach einem Heimspiel traf ich ihn zufällig und sprach ihn an. Er
erzählte über zwei Stunden von den alten Zeiten. Das war schon
ziemlich interessant. 7. Warum bist Du kein HSV-Fan geworden? Wie ich
schon erwähnte, war ich zunächst HSV-Fan. Ein Aha-Erlebnis sorgte
aber für meine Abkehr vom Rautenklub. Es war irgendwann Ende der
Achtziger, als ich mal wieder in der Betonschüssel war. Vor mir wurde
ein junger Ausländer, ich glaube es war ein Türke, aufs übelste
beschimpft. Ich stellte mich dazwischen und bekam von einigen HSV-Faschos
einen körperlichen Verweis. Da ich nicht zwischen Fußball und
Politik trenne, war der Verein von der Müllverbrennungsanlage für
mich dann gestorben. St. Pauli-Fan bin ich seit dem oben erwähnten
Spiel. Zu der Zeit lebte ich noch in Bremen. Aber Werder-Fan konnte ich
nicht werden, da die Spiele von Werder damals unansehnlich waren und der
Club bei mir nie Emotionen ausgelöst hat. 8. Wenn Du noch weitere Vereine außer dem FC
St. Pauli supportest, welche sind das? Ich freue mich, wenn Celtic
gewinnt. Aber von dem Fanfreundschaftsgedusel halte ich nicht so viel.
Ach ja: Dem TuS Heeslingen drücke ich noch die Daumen, da ich dort
früher mal gespielt habe. 9. Welche Musik hörst Du gerne? Ska, Ska,Ska
und ein büschen Punk. Hauptsächlich drehen sich Scheiben von
Rantanplan, Dr. RingDing usw. auf meinem Plattenteller. 10. Und was machst Du sonst
so? Ich arbeite als Online-Redakteur bei Sport1 und fahre gern
Fahrrad.
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